Beruf: paranormaler Detektiv

 

Die Faszination für das Geheimnis hat den Menschen schon immer begleitet. Ohne sie hätte es keinen Fortschritt der Wissenschaft im weiten Sinne gegeben. Als Menschheit haben wir einen langen Weg zurückgelegt: Von entsetzten Wesen, die sich der Ursachen von Phänomenen wie Blitzschlag und Hurrikan nicht bewusst sind, zu Wissenschaftlern im 21. Jahrhundert, die nicht nur die Ursachen von Erdbeben und Stürmen kennen, sondern auch in der Lage sind, die Phänomene, denen wir früher mit lähmender Angst begegneten und den Nährboden für alle Arten von Aberglauben bildeten, bis zu einem gewissen Grad zu kontrollieren. Trotz des wissenschaftlichen Fortschritts und obwohl wir der Natur viele ihrer Geheimnisse entlockt haben, ist die Welt für uns immer noch ein Rätsel. Schon seit Urzeiten versucht der Mensch, die Geheimnisse der Welt auf vielfältige Weise zu lüften. Wenn früher mal ein Blitz einschlug, wurde dies durch das Wirken von mehr oder weniger wütenden Göttern oder Dämonen erklärt. Unsere Vorfahren waren völlig machtlos gegenüber den in der Natur vorkommenden Naturphänomenen, ihre beunruhigte Phantasie speiste damit den Aberglauben.

Heute behandeln den Aberglauben unserer Vorfahren mit einer eher nachsichtigen Haltung. Er half, die Angst vor dem Unbekannten zu zähmen (so glaubten die Azteken, dass sie die Sonne mit Menschenopfern speisen mussten, damit sie am Himmel kreisen konnte, und der römische Dichter Vergil glaubte, dass sich der Mensch nach dem Tod in eine unterirdische Welt begibt, deren Eingang in finsteren und sumpfigen Gebieten zu finden ist), doch die Entwicklung der Wissenschaft, und hier vor allem der Technologie gab keine eindeutigen Antworten auf das Unbekannte, dem wir seit Beginn unserer Existenz auf der Erde begegnen. Wir können schon gefährliche Umweltphänomene erklären, ohne auf den Aberglauben zurückzugreifen, aber eine andere Sache ist, wenn Menschen behaupten, sie hätten die Geister ihrer Vorfahren gesehen oder sie würden Orten kennen (Häuser, Krankenhäuser), die heimgesucht werden?

Menschen, die übernatürlichen Phänomenen auf die Schliche kommen wollen, werden als paranormale Detektive oder Geisterjäger bezeichnet. Obwohl die Geschichten über Geister und andere unerklärliche Phänomenen sehr weit zurückreichen – wahrscheinlich in die Zeit, in der sich das Bewusstsein unserer Vorfahren so weit entwickelt hatte, dass es Geschichten kreierte oder weitergab, einschließlich Geschichten über Gespenster – entstand der Spiritismus als Methode erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Geburt dieses neuen Fachgebiets hat das Interesse an Geistern auf der ganzen Welt geweckt, auch den Wunsch, sie zu jagen. Die ersten Organisationen, die „Geisterjagd” betrieben, waren eine an der Universität von Cambridge (1851) gebildete Gesellschaft, der Londoner Geisterverein (1862), die Gesellschaft für parapsychische Forschung (1882) und die Amerikanische Akademie der Wissenschaften (1885). Diese Organisationen brachten Wissenschaftler mit Spiritisten zusammen, um diese beiden Bereiche, die so weit voneinander entfernt waren, miteinander in Einklang zu bringen und die Existenz des Lebens nach dem Tod endgültig zu beweisen.


Harry Price – der erste paranormale Detektiv

Der erste Mann, der zum Aufspüren von Geistern die neueste damals verfügbare Technologie nutzte, war Harry Price (1881-1948). Hierzu benutzte er Kameras oder Thermometer, die selbst kleinste Temperaturschwankungen an vermeintlich heimgesuchten Orten aufspürten. Doch trotz des Einsatzes von Analyseapparatur war er nicht in der Lage, ihre Existenz zu beweisen, wodurch ihn viele Leute für einen Betrüger hielten. Allerdings ist er eine unheimlich wichtige Gestalt, da er der erste Geisterjäger der Geschichte war, und die Grundlagen der von ihm entwickelten Forschungsmethode trugen zur Geburt eines neuen Berufes bei – des paranormalen Detektivs. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es immer beliebter, Karriere als paranormaler Detektiv zu machen. 1984 entstand der erste Film über Geisterjäger, der zu einer noch größeren Faszination für diesen Beruf führte. Heutzutage, wo man auf Schritt und Tritt auf Interesse an Parapsychologie stoßen kann (zahlreiche Organisationen bieten ihre Dienstleistungen im Bereich der „Geisterjagd“ an und Millionen von Videos erscheinen auf fYouTube, in denen Amateure heimgesuchte Orte aufsuchen oder versuchen, mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen), spricht man sogar von Techno-Mystizismus, der auf Werkzeugen beruht, mit der uns die Technologie beschert hat. Man versucht, die von Harry Price entwickelte Methode der Geisterjagd zu verfeinern und objektive Beweise für paranormale Phänomene zu liefern.


Harry Price – der erste paranormale Detektiv

Der erste Mann, der zum Aufspüren von Geistern die neueste damals verfügbare Technologie nutzte, war Harry Price (1881-1948). Hierzu benutzte er Kameras oder Thermometer, die selbst kleinste Temperaturschwankungen an vermeintlich heimgesuchten Orten aufspürten. Doch trotz des Einsatzes von Analyseapparatur war er nicht in der Lage, ihre Existenz zu beweisen, wodurch ihn viele Leute für einen Betrüger hielten. Allerdings ist er eine unheimlich wichtige Gestalt, da er der erste Geisterjäger der Geschichte war, und die Grundlagen der von ihm entwickelten Forschungsmethode trugen zur Geburt eines neuen Berufes bei – des paranormalen Detektivs. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es immer beliebter, Karriere als paranormaler Detektiv zu machen. 1984 entstand der erste Film über Geisterjäger, der zu einer noch größeren Faszination für diesen Beruf führte. Heutzutage, wo man auf Schritt und Tritt auf Interesse an Parapsychologie stoßen kann (zahlreiche Organisationen bieten ihre Dienstleistungen im Bereich der „Geisterjagd“ an und Millionen von Videos erscheinen auf fYouTube, in denen Amateure heimgesuchte Orte aufsuchen oder versuchen, mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen), spricht man sogar von Techno-Mystizismus, der auf Werkzeugen beruht, mit der uns die Technologie beschert hat. Man versucht, die von Harry Price entwickelte Methode der Geisterjagd zu verfeinern und objektive Beweise für paranormale Phänomene zu liefern.


Paranormaler Detektiv zu mieten

Mehr als viertausend Verbände sind derzeit in Amerika mit der Untersuchung paranormaler Phänomene beschäftigt. Stacey Jones, die Gründerin der Gruppe Central New York Ghost Hunters, sagt, dass sich pro Woche durchschnittlich vier Personen an sie wenden, die überzeugt davon sind, in ihrem Haus einen Geist gesehen zu haben. Wie wir sehen können, üben paranormale Detektive heutzutage keine Tätigkeit mehr aus, die weltfremden Exzentriker vorbehalten bleibt. Sie sind nicht nur zu einer gesellschaftlich akzeptierten Bewegung geworden (in unzähligen Soaps und Dokumentarfilmen wird mit Überzeugung über erfolgreiche Kontaktversuche mit dem Jenseits gesprochen), sondern verdienen auch noch gut dabei. Neben den traditionellen Detektivgeschäften, in denen man versteckte Mikrokameras, Elektroschocker oder Abhörgeräte kaufen kann, existieren auf dem Markt auch Geschäfte mit Zubehör für Forscher paranormaler Phänomene, in denen man elektromagnetische Felddetektoren, speziell für Aufnahmen im Dunkeln gebaute Kameras oder digitale Diktiergeräte (EVP: Electronic Voice Phenomena) bestellen kann, die den Kontakt mit der Welt der Verstorbenen erleichtern sollen.


Die 10 Gebote des Geisterjägers

Das ideale Mitglied eines Geisterjägergruppe muss nicht nur über die angemessenen mentalen Eigenschaften verfügen (mentale Stabilität) und mit der Bedienung der technologischen Gadgets vertraut sein, sondern sollte auch die Ethik der Ghost Hunter befolgen, ohne die das Aufspüren von Geistern zu einem gefährlichen Spiel, das schwache Beweise liefert, wird. Steven Wagner, ein paranormaler Detektiv und Autor von Texten auf diesem Gebiet, schuf die „Die 10 Gebote der Geisterjäger“, in denen neben dem Erwerb größtmöglicher Kenntnisse über die Orte, an denen geforscht werden soll, und der entsprechenden Vorbereitung (Ersatzbatterien, Taschenlampen, Kabelverlängerungen, Bänder für Diktiergeräte) ebenso Wert auf Respekt vor den zu untersuchenden Orten oder Kunden gelegt wird. Es wird zudem verboten, das Material zu fälschen (Fotos mit Photoshop zu bearbeiten und während der Audioaufnahmen zu tricksen). Ein weiteres Gebot ist das Bewahren der Skepsis. Die Skepsis erlaubt uns, so die Ansicht von Wagner, eine gesunde Distanz zu unserer Tätigkeit aufrechtzuerhalten, bei der es so leicht ist, eine Überinterpretation vorzunehmen, was bewirkt, dass jeder mögliche Beweis umso wertvoller wird, denn der um Objektivität bemühte Geisterjäger versucht zuerst, die gesammelten Beweise zu widerlegen. Erst wenn das Widerlegen problematisch ist, geht er dazu über, sie anhand einer paranormalen Wirklichkeit zu erklären.

Ein paranormaler Detektiv ist bei der Durchführung von Ermittlungen angeblich großen Gefahren ausgesetzt, weshalb Geisterjäger besonders vorsichtig sein sollten. Nicht von physischen oder psychischen Aspekten ist hier die Rede, sondern von Bedrohungen durch Geister und Dämonen, die sich an den Detektiv „klammern“, ihm nach Hause folgen und sich, indem sie Schäden anrichten, in seiner unmittelbaren Umgebung manifestieren können. Einige Geisterjäger behaupten, dass ihr „Ich“ von einem Geist geknechtet wurde, dass sie nach einiger Zeit ungewöhnliche Reaktionen (Erbrechen, Kratzer, erhöhte Aggressivität, Angst) erlebten, und dass sie deshalb das Studium paranormaler Phänomene aufgaben und heute als wiedergeborene Christen vor Tätigkeiten dieser Art warnen. Letztlich könnte man jedoch Zweifel an solchen Zeugnissen haben (und am wahren Charakter der paranormalen Phänomene überhaupt), denn neben den Bekehrungsgeschichten gibt es auch Zeugnisse von ehemaligen Priestern, die den Glauben völlig verloren haben, in der Religion oder der weit verstandenen Spiritualität Manipulation und Widersprüche fanden und trotz ihres aufrichtigen Wunsches nie jenseitige Erfahrungen sammeln konnten.


Gibt es eine wissenschaftliche Erklärung für Geister?

Schließlich wäre es angebracht zu fragen, wie die Wissenschaft versucht, paranormale Phänomene zu erklären. Dies ist deshalb interessant, weil in den meisten Fällen in der Umgebung der vermeintlich heimgesuchten Orte ein stärkeres elektromagnetisches Feld als gewöhnlich auftritt. Ursache hierfür können chemische Elemente sein, aus denen die Erdkruste besteht. Andererseits können elektromagnetische Felder allein die Aktivität bestimmter Bereiche des Nervensystems stimulieren und den Eindruck der Anwesenheit einer Person oder Halluzinationen hervorrufen. Das Sehen von Geistern kann auch das Ergebnis niederfrequenter Schallwellen sein. Unser Ohr nimmt sie nicht wahr, aber sie beeinflussen die Arbeit unseres Gehirns, was zu Unruhe führen kann. Es wird auch oft vergessen, dass unser Bewusstsein kein perfektes „Werkzeug“ darstellt. So können ein nicht vollständiges Erwachen oder die Übermüdung bewirken, dass das Bewusstsein ein bestimmtes Bild erzeugt, und plötzlich sind wir überzeugt, von einem Geist heimgesucht worden zu sein.

Außerdem zeigt unsere Tätigkeit im Bereich der Kunst (Kino, Literatur, Malerei), dass wir Geheimnisse wirklich lieben. Wir wollen keineswegs auf sie verzichten, denn das Mysteriöse ist für uns aufregend, und all die Spukgeschichten verleihen unserem Leben Charme. Es verliert dann seine Trivialität und Vorhersehbarkeit. Zumindest für einen Moment wird es magisch und überraschend. In einer Welt, in der es kein Geheimnis mehr zu entdecken gibt und in der nichts die menschliche Phantasie und Neugierde anregen kann, droht uns eine Art Destruktion durch Langeweile. In einer Welt der definitiven Gewissheiten, in der alles sicher ist und schon lange entdeckt wurde, könnte auch – und das ist für uns das Entscheidende – keine Ermittlung durchgeführt werden.

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