Wenn das Kind der Mutter ihre Untreue ist… Wie überprüft man die Vaterschaft?

Sie sind nicht sicher, wer der Vater ist vom Kind?Der zuverlässigste Vaterschaftstest ist der DNA-Test, der fast zu 100% zuverlässige Ergebnisse liefert und in einem Speziallabor durchgeführt wird. Der Vaterschaftstest beruht auf dem Vergleich von Proben des genetischen Materials des Kindes mit denen des mutmaßlichen Vaters.


Eine solche Probe des genetischem Materials ist beispielsweise der Speichel (oder ein anderes Sekret), ein Stück Haar (aber am besten mit der Wurzel herausgerissen), ein Fragment der Epidermis – die letzten beiden Materialien gehören zu sog. nicht standardisierten Proben, die es ermöglichen, ohne einen Abstrich von der Innenseite der Wange die Vaterschaft zu überprüfen – sogar ohne Wissen der untersuchten Personen!

Solche Laborproben werden auf eine spezielle Art gekennzeichnet, als nächstes isoliert man aus ihnen die DNA dank spezieller Reagenzien (Enzyme), die Zellmembrane auflösen und zugleich die DNA freisetzen. Die weiteren Schritte bestehen in der Durchführung notwendiger Reaktionen, die das genetische Material multiplizieren, und der Verwendung spezieller Geräte für die Untersuchung, die die Abschnitte der DNA nacheinander lesen und die Übereinstimmung zwischen dem Kind und dem Vater feststellen. Durch den Vergleich genetischer Profile, die dank der Feststellung der Reihenfolge der Nukleotide in den DNA-Markern entstanden sind, bestätigt oder verneint man die Vaterschaft.


Wie viel kostet ein Vaterschaftstest?

Die Kosten des Vaterschaftstests beginnen bei einigen hundert Euros, und als wäre das ein teures Haushaltsgerät, kann man die Zahlung für den Vaterschaftstest auf Raten verteilen.

Wenn das negative Ergebnis des Vaterschaftstests beispielsweise die Grundlage für einen Scheidungsprozess sein soll, sollte die Person, die die Untersuchungen in Auftrag gibt, daran denken, dass die Untersuchung durch qualifiziertes Personal vorgenommen und von einem Sachverständigen bewertet werden sollten (Sie lesen darüber auf der Website des Instituts für Forensische Genetik).

Ursache hierfür ist zum Beispiel, dass ein Mann, der sich mit dem Gedanken der Trennung von seiner Frau trägt, einem privaten Labor falsche Proben zur Verfügung stellen könnte. Glücklicherweise besitzen solche Untersuchungsergebnisse keine Gültigkeit vor Gericht – ein hausgemachter Vaterschaftstest kann beispielsweise kein Beweis in einem Scheidungsprozess sein. Er kann entweder das Gewissen beruhigen oder Basis zum Ergreifen offizieller Maßnahmen sein.


Kann der Vaterschaftstest zu Hause durchgeführt werden?

Ja – hierzu muss man einen Vaterschaftstest bestellen und einen Abstrich von der Innenseite der Wange vornehmen. Und fertig, das Ergebnis halten wir nach ein paar Minuten in der Hand?! So einfach geht das nicht! Wenn man einen Vaterschaftstest in der Apotheke kauft, zahlt man etwa 10 Euro für den ersten Teil der Untersuchung, die zu Hause durchgeführt wird.

Nachdem Sie die Proben erfolgreich durchgeführt und gesichert haben, können Sie sie in dem beiliegenden Umschlag als Set an das angegebene Labor senden, das die Analyse übernimmt, d.h. der eigentliche Vaterschaftstest wirst erst dann durchgeführt.

Vaterschaftstests und Fälle von Untreue sind sogar Gegenstand von Fernseh-Talkshows, z.B. der britischen Jeremy Talk Show…


Wie sieht das Vaterschaftstest-Set für daheim aus?

Jedes Vaterschaftstest-Set für daheim umfasst natürlich eine einfache Anleitung, aber jetzt schon werden Sie erfahren, was der DNA-Test für daheim beinhaltet:

  • Sterile Hygiene-Stäbchen, die verwendet werden, um den Abstrich von der Innenseite der Wange vorzunehmen – je nach Produkt können im Set mehrere enthalten sein, die entsprechend beschriftet sind (z. B. für den Vater, für das Kind, für die Mutter, Ersatzstäbchen) oder auch nicht; beachten Sie, dass eine Probe von der Mutter nicht notwendig ist, obwohl man sich überhaupt fragen sollte, ob der Vaterschaftstest ohne ihre Kenntnis ethisch ist? Aber auch hier – ist der mutmaßliche Verrat, der geheim gehalten wird, ethisch?
  • Verpackung für die Proben.
  • Einweg-Handschuhe – sie helfen, Sauberkeit zu bewahren und eine Kontamination der Proben zu vermeiden.
  • Dokumente zum ausfüllen – der Hersteller des Vaterschaftstests kann zwei Formulare beifügen – einen mit genauen Daten der Untersuchten, einen ohne. In diesem Fall wählen Sie, welches davon Sie ausfüllen möchten.
  • Rückumschlag – in ihnen werden, in geeigneter Weise verpackt, die Proben zurückgeschickt. Die Sendung ist bereits bezahlt.

Ihr Kind sieht Ihnen nicht ähnlich?Nachdem man die Probe daheim vorgenommen hat, muss man die Dokumente ausfüllen und so schnell wie möglich zur Post gehen – natürlich darf man die Probe unter sterilen Bedingungen aufbewahren, bei Zimmertemperatur, fernab von Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung, aber je schneller man sie dem Labor zukommen lässt, desto besser.

Wenn Sie einen Vaterschaftstest für daheim online bestellen, müssen Sie nicht befürchten, dass der Postbote nun denken wird, dass Ihr Kind nicht wirklich Ihr Kind sei. Die Hersteller bieten ihren Kunden diskrete Sendungen an, die nicht an unbefugte Personen zugestellt werden.


Vaterschaftstests aus nicht standardisierten Proben – ohne Wangenabstrich

Kuckucksei in der Familie.Der Wangenabstrich ist manchmal unmöglich. Der Elternteil findet keine günstige Gelegenheit, um mit dem Kind allein zu sein und den Wangenabstrich vorzunehmen, oder das Kind ist einfach zu groß – erstens könnte es für den Elternteil unbequeme Fragen stellen, zudem könnte es trotz eines Versprechens aus Versehen Mama oder Papa, also dem Elternteil, der nichts weiß und vorerst über die DNA-Untersuchung nicht Bescheid wissen sollte, alles ausplaudern.

Es kommt auch vor, dass die Wahrheit über die Vaterschaft nicht der Vater oder die Mutter kennen wollen, sondern ein naher Verwandter oder einer der Großeltern oder Onkel, wie der Protagonist des skandinavischen Kriminalromans Der Stumme von Hjorth und Rosenfeldt.

Er gab in die Suchmaschine „Vaterschaftstest” ein. Etwa 24.013 Ergebnisse. (…) er klickte auf die erste Werbeanzeige. Auf dem Bildschirm erschienen die Worte: „DNA-Vaterschaftstest. 100% sicher. 1395 Kronen. (…) Falls es nicht möglich ist, die Stäbchen für den Abstrich zu benutzen, die in unserem Set enthalten sind, kann man eine alternative DNA-Probe senden, z.B. In Form einer Zahnbürste, eines Ohrenstäbchens oder eines benutzten Taschentuchs.

Der Mann war nicht in der Lage, Speichelproben zu nehmen, doch er hatte die Möglichkeit, sich an die persönlichen Gegenstände von Personen heranzuschleichen, die er untersuchen wollte.

Das Risiko im Zusammenhang mit nicht standardisierten Proben ist ihr Mangel an Sterilität. Labore behalten sich vor, welche Proben sie untersuchen und welche aufgrund übermäßiger Verschmutzung durch andere Faktoren nicht angenommen werden. Welche Mikrospuren, also nicht standardisierte Proben, nehmen die Labore für DNA-Tests an?

  • Haare – leider eignen sich zu diesem Zweck keine Haare, die aus der Bürste entnommen werden, weil es ratsam ist, dass die gerupften Haare Wurzeln haben.
  • Blut – Sie brauchen nicht das gesamte Reagenzglas für den Labortest, es reicht ein Fleck, vorher aufgesammelt und z.B. auf einem sterilen Wattestück, einem sauberen Taschentuch getrocknet. Zur Untersuchung von DNA eignen sich keine Blutflecken auf parfümierten Taschentüchern, Feuchttüchern, aber Mikrospuren enthalten auch verbrauchte Streifen aus Blutzuckermessgeräten.
  • Sekrete – ähnlich wie Blutflecken eignen sie sich zur Untersuchung, jedoch keine Blutflecke auf parfümierten Taschentüchern bei Katarr. Mikrospuren sind auch Spuren von Sperma und weiblichem Schleim – hierzu eignet sich abgenutzte Unterwäsche. Wichtig ist, dass die Proben der Sekrete vor dem sterilen Verpacken austrocknen müssen!
  • Zahnbürste – an das Labor sendet man die gesamte Zahnbürste, die man sich z. B. in einen sauberen Beutel aus Folie steckt. Man muss sich sicher sein, dass sie seit längerer Zeit von einer Person verwendet wurde.
  • Zigarettenstummel, Kaugummi – da sagt man doch: Du musst nicht zum Mülleimer laufen, hier hast du, spuck ihn ins Taschentuch aus – das DNA-Labor empfiehlt die Aufbewahrung der Probe im… Urinbecher. Doch unvorstellbar, dass jemand den Kaugummi direkt hineinspuckt. Wenn der Vater des Kindes als einziger Hausbewohner Zigaretten raucht, ist der Fall einfacher – nur eine Zigarettenkippe aus dem Zigarettenetui klauen, vorzugsweise so bald wie möglich nach dem Rauchen, denn je länger die DNA-Probe aufbewahrt wird, desto größer ist die Gefahr des Verfalls.
  • Rasiergerät, Einwegrasierer – einige benutzen Einwegrasierer … mehr als einmal, so dass diese – vorausgesetzt, sie werden regelmäßig nur von einer Person benutzt – als Probe genommen werden können. Es ist einfacher, ihr Verschwinden zu erklären als das Verschwinden des Epiliergeräts der Frau oder des Rasierapparats des Ehemannes.
  • Wattestäbchen für die Ohrenreinigung – benutzt, mit sichtbaren Spuren.
  • Damenbinden, Tampons – auch getragen.
  • Beißringe, Schnuller und andere Spielzeuge, die das Kind intensiv verwendet – vorausgesetzt, sie haben Spuren und wurden nicht gereinigt

Die Proben für den DNA-Test – wie sichert man sie?

  • Ziehen Sie Einweghandschuhe an – vorzugsweise nicht aus Latex.
  • Die Fragmente der Probe nicht berühren, auf denen sich ein Sekret befindet, und daher auch die DNA. Zahnbürste nur am Griff fassen, Taschentuch an der sauberen Ecke, Zigarettenstummel am richtigen Ende, usw.
  • Wenn die Probe feucht ist (es handelt sich z.B. um Nasenausfluss, eine Damenbinde, einen Tampon, ein blutverschmiertes Taschentuch), sollten Sie sie trocknen lassen, an einem schattigen, trockenen Ort, weil Sonnenstrahlen die Probe zerstören könnten.
  • Die Proben sollte man am besten in sauberen Umschlägen, Taschen, sterilen Behältern für Urin, die in Apotheken gekauft werden können, aufbewahren.

Einige Laboratorien bieten Kunden die kostenlose Abholung von Proben per Kurier an.

Sie sollten auch herausfinden, was in der Situation geschieht, wenn sich während des DNA-Tests eine der Probe als nicht ausreichend herausstellt: Wird zum Beispiel das Labor weitere Proben für dieselbe Gebühr untersuchen?

Wenn Sie Fragen zu DNA-Vaterschaftstests haben, rufen Sie das Labor an und fragen Sie, welche nicht standardisierte Proben Sie ihm am besten liefern, wie sie zu nehmen und zu sichern sind – eine solche Beratung kostet nichts, und dabei hängt doch das endgültige Ergebnis von ordnungsgemäß genommenen und verpackten Proben ab.

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